Wer wir sind

„Trafo – Nachhaltigkeit in Bildung e.V.“ ist ein gemeinnütziger Leipziger Verein, der im Oktober 2018 gegründet wurde und aus Menschen besteht, die in vielfältiger Art und Weise schon einige Jahre in der Bildungsarbeit tätig sind – und das nicht nur in Leipzig, sondern in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg.

Was wir wollen

Wir stehen für eine grundlegende Wandlung der Gesellschaft hin zur Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit im Zeitalter der Globalisierung. Wir schaffen Möglichkeiten, sich zu Themen rund um Umwelt, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft weiterzubilden, zu aktuellen politischen Diskussionen auszutauschen, neue Handlungsmöglichkeiten zu erkunden und die eigene Medienkompetenz zu hinterfragen und zu stärken.

Und das heißt konkret?

Wir bieten in den Bereichen der kulturellen, der entwicklungspolitischen und der Umweltbildung Seminare und Workshops in den verschiedensten Bildungseinrichtungen an. Unsere Zielgruppe ist breit gefächert. Wir möchten Kindern und Jugendlichen den Blick für eine globalisierte Welt eröffnen, stehen aber mit unserer Arbeit auch hinter dem Konzept des lebenslangen Lernens und sind somit offen für Menschen jeden Alters. Wir möchten Bürger*innen u.a. durch Diskussionsrunden Räume zum Austausch schaffen, mittels Medienkompetenzvermittlung zur Partizipation anregen und so unseren Teil zur politischen Bildung in Mitteldeutschland und darüber hinaus beitragen. In Zukunft möchten wir unsere Projekte nicht nur im globalen Norden, sondern auch im globalen Süden realisieren.

Dabei orientieren wir uns an den „17 Zielen für nachhaltige Entwicklung“ oder auch SDGs (Sustainable Development Goals) – das sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen (UN), die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Der offizielle deutsche Titel lautet “Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung” – das erklärt übrigens auch unseren Namen.

Wie wir arbeiten / Unsere Grundsätze

Der Verein ist sowohl parteipolitisch als auch konfessionell ungebunden. Wir treten für Gleichberechtigung und die Menschenrechte ein und positionieren uns klar gegen jegliche Form von Menschenfeindlichkeit, wie z.B. Homophobie, Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus. Auf dieser Basis achten wir auf unsere Sprache und arbeiten gendersensibel. Im Alltag und bei der Arbeit schonen wir unsere und die Ressourcen unserer Umwelt. Wir streben ein gutes Miteinander an und achten deshalb auf eine reflektierte und transparente Kommunikation nach außen und innen. Wir hinterfragen eigene Vorurteile und Denkmuster stets aufs Neue, bilden uns in Sachen Kommunikation weiter und pflegen Organisationsentwicklung im Verein. Verantwortlichkeiten innerhalb des Vereins werden gemeinsam festgelegt und Entscheidungen konsensorientiert getroffen. Zur Qualitätssicherung unserer Arbeit finden regelmäßig Feedbackrunden, Evaluationen u.ä. statt.

Wer kann mitmachen?

Unser Verein ist offen für alle, die unsere Ziele und Wertvorstellungen teilen und dem Verein dabei helfen wollen, diese Ziele umzusetzen.

Wer ist schon dabei?

Anna

Anna wohnt seit zehn Jahren in Leipzig und will hier nicht mehr weg. Von Haus aus Musikwissenschaftlerin hat sie erst im Radio, dann in der Geflüchtetenhilfe gearbeitet. Seit einiger Zeit ist nun als Referentin in Berufsschulen zu den Themen Flucht&Migration unterwegs. Und weil man hier des öfteren vor der Herausforderung steht, wirklich alle Teilnehmenden einbeziehen und hören zu wollen, hat sie mit Betzavta (Konzept für Demokratielernen) eine Möglichkeit gesucht und gefunden, auch die leisen Menschen in der Gruppe zu Wort kommen zu lassen. Mit Trafo-Projekten möchte sie nun also demokratische Strukturen nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Alltag möglichst vieler Menschen verankern.

Anett

Anett hat von 2004 bis 2012 an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg Ethnologie, Volkswirtschaftslehre und Zeitgeschichte studiert. Schon damals wurde klar, dass ihr andere Dinge auch wichtig sind. So trieb es sie für einen Freiwilligendienst nach Gambia und für eine eigene Forschung in die Türkei. Geblieben vom Studium ist das Wissen über Migration (insbesondere Süd-Nord-Bewegungen nach Deutschland), Wirtschaftsethik (Wieso werden in Westafrika eigentlich Tomaten aus Südeuropa verkauft?) und sog. Ausländerpolitik damals und heute. Heute ist sie als Bildungsreferentin in Kontexten des Interkulturellen und Globalen Lernens unterwegs. Und damit nicht langweilig wird, absolviert sie bis 2020 ihre Ausbildung zur Mediatorin in der Hoffnung, die Welt ein wenig friedlicher zu gestalten.

David

David kommt eigentlich aus Berlin, ist nun aber schon seit einigen Jahren in Leipzig zu Hause. Er hat hier Englisch und Philosophie auf Lehramt studiert und ist bereits davor, währenddessen und danach immer in Gruppen, Projekten, Vereinen oder Initiativen aktiv gewesen und hat hier mit diversen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammen gearbeitet. Dabei interessiert er sich vor allem für gemeinschaftliche Projekte und mag es wenn sich Menschen auf Augenhöhe begegnen. Mit trafo wünscht er sich, dass Menschen aha-Erlebnisse haben, Dinge neu betrachten lernen und Normalitäten hinterfragen. Sonst interessiert er sich für Familie, Musik und Fußball. Forza FCSP!

Hella

Hella wurde Kulturwissenschaftlerin, weil sie Kultur als den Werkzeugkoffer für gemeinsame Kreation verstanden hatte. Wenn Menschen zusammen Neues erschaffen, erweckt der Alltag zum Leben. (Dass Kulturwissenschaften vor allem ewig lange Reader bedeutet, erkannte und überstand sie auch irgendwann).
Über ihre Leidenschaft für Gerechtigkeit und Zuneigung zu allem, was grünt und wächst, kam sie zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. In Workshops mit verschiedenen Zielgruppen bot sich eine neue Tanzfläche für das, was Kultur sein kann: wenn hier Austausch möglich ist, findet Wandel statt, inspirieren sich Menschen gegenseitig. Wenn es gelingt, hierzu einen Beitrag zu leisten, ist Hella heiter bis glücklich.

René

Rene haut gern auf die Pauke und das überall da, wo es ihn gerade hinverschlägt. Der promovierte Soziologe beschäftigt sich vor allem mit Themen der Nachhaltigkeit und Organisationsprozessen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen. Bildung ist nicht das Vermitteln von Informationen und Inhalten, sondern das miteinander aushandeln. Dass dafür Kommunikation wichtig ist, hat er in knapp 10 Jahren interkultureller Arbeit im In- und Ausland gelernt.